Neu: Airbnb-Superhost!
Seit elf Jahren biete ich die Ostseebude auf Airbnb an. Was ursprünglich mal als Test gedacht war, ist mittlerweile zur wichtigsten Booking-Plattform für mich als Gastgeber geworden. Eindeutig die meisten meiner Gäste buchen über Airbnb. Die übrigen Anfragen kommen gefühlt alle über meinen lieben Nachbarn Ron, der zwei Türen weiter wohnt, Gott und die Welt kennt und alle Bekannten, die ihn nach Unterkunftstipps in Timmendorfer Strand fragen, an mich vermittelt (Lieben Dank!).
Und nun ploppte plötzlich eine E-Mail von Airbnb in meinem Postfach auf, die mein bisheriges Vermieter-Dasein GRUNDLEGEND verändert, Leute: Ich bin Airbnb-Superhost!
Holt den Champagner raus, ich erhöhe die Preise! Superhost Mats. Klingt gut. Ich möchte künftig nur noch so angesprochen werden, bitte. Von den Gästen („Superhost Mats, hätte er eventuell noch drei Nächte frei?“) oder auch beim Bäcker („Darf es noch ein Brötchen mehr sein, werter Superhost?“). So in etwa. Darunter mach’ ich es nicht mehr.
So, wir fangen uns jetzt erstmal wieder. Wie konnte das nach elf Jahren nur passieren? Und was sagt diese Auszeichnung eigentlich aus?
Der Superhost-Status wird von Airbnb für besonders zuverlässige Gastgeber verliehen. Man muss dafür von den Gästen eine durchschnittliche Gesamtbewertung von mindestens 4,8 Sternen erreichen, sollte auf mindestens 90 Prozent der Anfragen reagieren, eine bestimmte Anzahl an Aufenthalten und eine sehr niedrige Stornierungsrate vorweisen können. Wie Ihr oben sehen könnt: Alle Kriterien erfüllt! Allerdings mehr durch Zufall, ehrlich gestanden.
Wie ich schon schrieb, war Airbnb lediglich ein Test. Die Bude war nie als reines Vermietungsobjekt geplant, sondern als Zweitwohnsitz. Eine kleine zusätzliche Einnahmequelle, wenn man selbst nicht da sein kann, that’s it. Aus diesem Grund habe ich die Anfragen immer so nebenbei bearbeitet – und bspw. denen, die in meinen Augen etwas unverschämt anfragen, nicht mal geantwortet. Was ich damit meine? Sowas Selbstverständliches hier finde ich zB. als allererste Kontaktaufnahme nicht so cool:
Was sind die Vorteile?
Und was hab’ ich jetzt vom neuen Superhost-Dasein? Na ja, nicht so wahnsinnig viel. Ich erhalte ab sofort Zugriff auf den speziellen Superhost-Kundensupport (ich habe Airbnb noch nie kontaktiert), wenn ich vier Quartale in Folge Superhost bleibe, bekomme ich einen 100 Dollar-Gutschein für meine nächste Airbnb-Buchung (ich habe Airbnb als Reisender erst ein einziges Mal genutzt) und noch so’n irrelevanten Service-Schnickschnack.
Am wichtigsten ist wohl, dass man als Superhost in den Airbnb-Werbemails oder -Suchergebnissen bevorzugt angezeigt wird. Ich bin gespannt, ob ich jetzt mit Anfragen geflutet werde, glaube es aber eher nicht.
Was vielleicht etwas irritiert: Wenn man mein Airbnb-Inserat anklickt, erscheint dort eine Gäste-Gesamtbewertung von 4,74 Sternen. Nicht 4,9, wie jetzt mitgeteilt wurde. Das liegt daran, dass in der Übersicht alle Bewertungen der vergangenen elf Jahre einfließen. Der Superhost-Status evaluiert dagegen quartalsweise immer den Zeitraum von einem Jahr. Tja, und da war ich offenbar recht fleißig – und ein guter Gastgeber. Kann ja mal passieren.
Also genießen wir die Zeit als superbestermegahypercooler Gastgeber, vermutlich ist der Badge eh bald wieder weg. 🙂
Euer Superhost Mats

